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Sardinien, auf sardisch Sardigna, auf italienisch Sardegna und auf katalanisch Sardenya genannt, ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer.
Die Ägypter nannten sie damals auch "Schardana", die Euboier sagten "Ichnoussa" und die alten Griechen "Sandalyon", da die Form der Insel an einen Fußabdruck erinnert.

Die Insel Sardienen selbst bildet mit einigen vorgelagerten Inseln die gleichnamige autonome Region Italiens.
Die Region Sardinien hat eine Fläche von 24.090 km² und 1.675.411 Einwohner (Stand 31. Dezember 2010) und die Hauptstadt ist Cagliari.

Der größte Teil der Bevölkerung Sardiniens spricht einen der Dialekte der Sardischen Sprache, die zur Familie der romanischen Sprachen gehört. In der Praxis dominiert im öffentlichen Leben Sardiniens aber das Italienische.
Darüber hinaus wird in Alghero seit dem vierzehnten Jahrhundert ein katalanischer Dialekt gesprochen, und entlang der Nordküste halten sich korsische Sprachinseln.
Der größte Teil der Bevölkerung von Sardinien gehört der römisch-katholischen Kirche an.

Sardinien ist eine politisch zu Italien gehörende Insel im Mittelmeer. Sie liegt 202 km (190 km von der Insel Monte Argentario) vom italienischen Festland entfernt, dazwischen liegt das Tyrrhenische Meer. Von Tunesien im Süden ist Sardinien 184 km entfernt. Im Norden liegt in 12 km Entfernung die französische Insel Korsika, getrennt nur durch die Bocche di Bonifacio. Im Westen liegt Menorca, die zu Spanien gehörende Baleareninsel, am nächsten (335km).

Die autonome Region Sardinien war politisch lange in drei Provinzen unterteilt: Cagliari, Sassari und Nuoro. Im Jahre 1974 wurde die Provinz Oristano dann neu gebildet und seit 2005 gibt es vier weitere: Olbia-Tempio, Ogliastra, Carbonia-Iglesias und Medio Campidano.

Einschließlich der kleinen, vorgelagerten Inseln erreicht Sardinien eine Küstenlänge von 1848,6 Kilometern. Einige Küstenabschnitte haben bekannte Namen wie Costa Smeralda, Costa Rei, Costa Verde, Costa Paradiso und Costa del Sud.

Die längsten Flüsse Sardiniens sind der bei Oristano an der Westküste mündende Tirso mit 150 km, der Coghinas mit 123 km, der an der südlichen Ostküste ins Meer mündende Flumendosa mit 122 km und der bei Bosa mündende 6–8 km schiffbare Temo.

Die höchsten Berge sind mit 1834 Metern die Punta La Marmora und mit 1829 Metern der Bruncu Spina im zentral gelegenen Gebirge Gennargentu. Im Norden dominiert der 1359 Meter hohe Monte Limbara. Geologische Besonderheiten sind die Gold- und Silbervorkommen.

Das Klima ist im Wesentlichen mediterran, mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter. Die Insel leidet im Sommer unter Wasserarmut (500–600 mm/Jahr) und es ist vor allem im Winter oft stürmisch.

 
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